Flüchtlingskatastrophe in Moria: Drei-Parteien-Schulterschluss im Linzer Gemeinderat für Aufnahme geflüchteter Menschen

Erschütternde Szenen spielen sich auf der griechischen Insel Lesbos nach dem Brand des Flüchtlingslagers Moria ab. So sind die rund 42.000 Menschen, die ohnehin unter schrecklichen Umständen zusammengepfercht waren, nun auch noch obdachlos geworden. Unerträglich ist angesichts dieser humanitären Katastrophe die Weigerung der ÖVP, dass die Republik ihren Beitrag leistet, und einen Teil der geflüchteten Menschen aufnimmt.

„In Moria hat nicht nur das Lager gebrannt, hier brennen die Menschenrechte und die Menschenwürde. Österreich muss daher endlich dem Beispiel anderer Länder folgen und sich an der freiwilligen Aufnahme von Flüchtlingen beteiligen. Gefordert ist dabei auch die Stadt Linz, die sich bereit erklären soll, Menschen aus dem Lager bei uns aufzunehmen“, sind sich Helge Langer, Klubobmann der Grünen Linz, NEOS-Gemeinderätin Elisabeth Leitner-Rauchdobler und Gerlinde Grünn, Gemeinderätin der KPÖ einig und stellen einen gemeinsamen Antrag für die Aufnahme geflüchteter Menschen in der kommenden Gemeinderatssitzung.

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Spendenaufruf “Stand by me Lesvos“

Die BewohnerInnen im Lager Moria fürchten sich vor der Ansteckung mit dem Coronavirus, da auf der griechischen Insel Lesbos wieder Infektionen registriert worden sind.

Im größten Flüchtlingslager Europas gibt es nur direkt im Zentrum Wasser für ungefähr drei Stunden am Tag – regelmäßiges Händewaschen daher unmöglich.

Im überfüllten Lager mit mehr als 16000 Menschen können die Abstandsregeln unmöglich eingehalten werden, da man zum Duschen, Essen holen, Arztbesuch etc. oft mehrere Stunden anstehen muss.

Masken gibt es nur wenige.

Daher bittet unsere Partnerorganisation „Stand by me Lesvos“ dringend um Spenden. Mit diesem Geld wird eine nachhaltige Maskenproduktion direkt im Lager finanziert, statt mit Einwegmasken noch mehr Müll zu produzieren.

Bitte helfen Sie mit, Kinder, Frauen und Männer vor dem Coronavirus zu schützen und unterstützen Sie mit Ihrer Spende die nachhaltige Maskenproduktion im Lager Moria! Danke!

Bankverbindung:

Stand by me Lesvos

Piraeus Bank

IBAN GR4201727090005709086466501

SWIFT-BIC PIRBGRAA

Gerne können Sie bei uns genauere Informationen erfragen oder Ihre Spende zu uns bringen. Die Überweisung übernehmen wir!

#WirhabenPlatz für Menschen aus den Lagern in Griechenland

„Wir lassen niemanden im Regen stehen“ mit diesen Worten eröffnete die Plattform Solidarität am Weltflüchtlingstag, Samstag 20. Juni, mit rund 200 TeilnehmerInnen die Kundgebung am Martin-Luther-Platz in Linz. Die Plattform fordert die Aufnahme von Geflüchteten und die Evakuierung der Lager in Griechenland.

Die Situation in den europäischen Flüchtlingslagern in Griechenland ist eine Katastrophe. 40.000 Geflüchtete sind dort unter unmenschlichen Bedingungen zum Ausharren gezwungen: Weniger als ein Quadratmeter Platz zum Schlafen, 1000 kcal und 1,5 Liter Wasser pro Tag. Es fehlt an hygienischen Maßnahmen und Gesundheitsversorgung, Kinder kommen in den Zelten auf die Welt. 36 Prozent der Menschen in den Lagern sind minderjährig. Null Prozent davon nimmt Österreich auf. Und das obwohl aktuell alleine in OÖ 840 Plätze in den Unterkünften für AsylwerberInnen frei sind.

Muji Muhseni, selbst aus Afghanistan geflüchtet, appelliert an die TeilnehmerInnen, die Männer, Frauen und Kinder dort nicht zu vergessen.
Mit Schuhen entstand ein eindrucksvolles Zeichen: Ein Paar Schuhe für jeden Menschen, der in einem Lager in Griechenland ums Überleben kämpft, statt in OÖ in Sicherheit zu sein. Demgegenüber steht das Schweigen der Politik: Ein entsprechender Antrag an die Bundesregierung für sofortige, humanitäre Aufnahme von Flüchtlingen aus den Lagern in Griechenland wurde im OÖ Landtag am 18. Juni mehrheitlich abgelehnt.

Anja Krohmer vom Verein Arcobaleno war im Juni 2020 in Griechenland:
„Um sich vor dem Coronavirus zu schützen, konnten sich die BewohnerInnen im Camp Moria einzelne rudimentäre Waschstationen bauen. Auch Masken wurden in Eigeninitiative genäht. Andere Schutzmaßnahmen vor Infektionen und ansteckenden Krankheiten gibt es nicht. Während in Oberösterreich sichere Quartiere für Flüchtlinge leer stehen.“

Der Schriftsteller Thomas Baum fordert in einer Stellungnahme:
„Nehmen wir uns ein Herz. Holen wir Familien, Mütter, Kinder und unbegleitete minderjährige Flüchtlinge aus den Lagern in Griechenland zu uns nach Österreich und Oberösterreich. Die EU kauft sich aus der Verantwortung für das Schicksal von Flüchtlingen frei und lädt damit eine historische Schuld auf sich. Weil sie aktiv finanziert, dass verfolgte und vertriebene Menschen in den Lagern in Griechenland unter katastrophalen Umständen dahinvegetieren. Hilfeleistung, Gastfreundschaft, Zuwendung und das Erfüllen von Grundbedürfnissen sind angesichts der dramatischen, menschenunwürdigen Verhältnisse ein dringendes Gebot der Stunde.“

Die Journalistin Dominika Meindl fordert ein „Konjunkturpaket für Menschenrechte“: “Eine der schlimmsten Folgen der Pandemie ist, dass der Wert von Menschen denselben irren und zynischen Schwankungen unterworfen wird wie Börsenkurse: `Ist der da systemrelevant? Was geht uns Moria an, wo wir doch selbst so viel Ärger mit dem Lockdown haben? Corona ist ein Asylantenvirus!` Das dürfen wir auf keinen Fall akzeptieren!”

Die Plattform Solidarität ist ein Zusammenschluss von NGO´s, Vereinen und Privatpersonen aus ganz OÖ. Die Kundgebung wurde in Kooperation mit Arcobaleno, Fairness Asyl, SOS-Menschenrechte, Verein Zu-Flucht, Verein „für mich und du“ organisiert und von 18 Organisationen unterstützt.

Unterstützer-Organisationen der Kundgebung am 20. Juni:
Arcobaleno, Fairness Asyl, SOS-Menschenrechte, Verein Zu-Flucht, Verein für mich und du, Migrare, Volkshilfe, Kinderfreunde, Red.Jetzt, Attac, Amnesty, Omas gegen rechts, Black Community, Verein Jaapo, Pax Christi, Kath. Jugend, Kath. ArbeitnehmerInnenbewegung, Kath. Aktion OÖ.

 

Kundgebung am Weltflüchtlingstag

Die Plattform Solidarität lädt anlässlich des Weltflüchtlingstages am Samstag, 20. Juni 2020 um 11 Uhr auf den Martin-Luther-Platz in Linz zu einer Kundgebung ein.
Wir stellen dort Schuhe als Mahnzeichen für die Menschen in den Lagern in Griechenland auf: Ein Paar Schuhe für jeden Menschen, der dort überleben muss, statt in einem Flüchtlingsheim in OÖ in Sicherheit zu sein.
Bringt Schuhe und Transparente mit! Zeigt eure Meinung! Macht Fotos davon und postet sie unter #WirHabenPlatz.
Denn Solidarität und Menschenrechte enden nicht vor der eigenen Haustür!
Wir sind einander – auch mit Abstand – solidarisch verbunden!
Und wir haben Platz!
Die Plattform Solidarität OÖ ist ein Zusammenschluss von NGOs, Vereinen und Privatpersonen in ganz Oberösterreich.
Die Kundgebung veranstaltet die PLATTFORM SOLIDARITÄT OÖ in Kooperation mit folgenden Organisationen:
FAIRNESS ASYL, PAX CHRISTI, ARCOBALENO, VEREIN FÜR MICH UND DU, SOS-MENSCHENRECHTE, VEREIN ZU-FLUCHT, KINDERFREUNDE OÖ, MIGRARE

 

Flyer zur Kundgebung (Vorderseite)
Flyer zur Kundgebung (Vorderseite)
Flyer zur Kundgebung (Rückseite)
Flyer zur Kundgebung (Rückseite)

Kundgebung: Wir haben Platz!

Wann: Donnerstag, 14. Mai 2020 @ 12:30 – 14:00
Art des Termins: Kundgebung
Wo: Vorplatz Neues Rathaus (Linz)
Beschreibung: #WirhabenPlatz

Bereits zwanzig oberösterreichische Bürgermeister*innen haben sich bereit erklärt, Menschen aus griechischen Lagern in ihren Gemeinden aufzunehmen, um eine humanitäre Katastrophe abzuwenden. Der Bürgermeister und der Gemeinderat der Stadt Linz bisher noch nicht. Dabei ist Linz Friedensstadt, und viele Asylquartiere stehen leer.

Sicher kann die Stadt Linz nicht allein entscheiden Flüchtlinge aufzunehmen. Aber die Stadt Linz kann als Friedensstadt sehr wohl ihre Bereitschaft dazu erklären und so die Bundespolitik beeinflussen. Es ist ein Gebot der Menschlichkeit! Schließlich sind wir Friedensstadt!

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Umbrella Talks und Flashmob am Weltflüchtlingstag in Linz

Am Weltflüchtlingstag, dem 20.6.2018, finden europaweit viele Veranstaltungen statt, die das Bewusstsein für den benötigten Schutz von Flüchtlingen schärfen sollen. So auch in Linz. Die Plattform Solidarität OÖ war mit Umbrella Talks unterwegs. Gemeinsam mit Betroffenen wurde in Gesprächen auf die Situation von Flüchtlingen und die Bedeutung der Menschenrechte hingewiesen. Dabei wurde auf eine Politik der Abschottung und Abschiebung kritisch aufmerksam gemacht. Die Menschenrechte, wie z.B. das Recht auf Arbeit, das Recht auf Bildung, das Recht auf Familie standen dabei im Zentrum. Diese gelten nämlich nicht nur für Menschen mit österreichischer Staatsbürgerschaft, sondern auch für Menschen, die hier in Österreich Schutz suchen. Anschließend gab es dazu passend auch noch einen Flashmob am Taubenmarkt, der auf die lebensbedrohlichen Umstände in den Herkunftsländern hinwies. Dafür wird sich die Plattform Solidarität nicht nur am Weltflüchtlingstag, sondern auch in Zukunft stark machen. Wir danken allen Unterstützer*innen, sowie allen Passant*innen für die guten Gespräche.

Flashmob
Flashmob #sichersein
Bild Umbrella Talks
Umbrella Talks
Bild Umbrella Talks
Umbrella Talks / Artikel 30

Umbrella Talks in Linz

Am Weltflüchtlingstag finden europaweit viele Veranstaltungen statt, die das Bewusstsein für den benötigten Schutz von Flüchtlingen schärfen sollen. Deshalb wird die Plattform Solidarität, die ein Zusammenschluss engagierter NGOs und Vereine in OÖ ist, am 20. Juni 2018 von 14-16 Uhr auf der Linzer Landstraße aktiv sein.

Gemeinsam mit Betroffenen wird in Gesprächen auf die Situation von Flüchtlingen und die Bedeutung der Menschenrechte hingewiesen werden. Jede beteiligte NGO wird dabei ein spezielles Menschenrecht thematisieren, zu dessen Umsetzung sich die Republik Österreich durch Unterzeichnung der Menschenrechtskonvention verpflichtet hat. Diese Menschenrechte, wie z.B. das Recht auf Arbeit, das Recht auf Bildung, das Recht auf Familie gelten nicht nur für Menschen mit österreichischer Staatsbürgerschaft, sondern auch für Menschen, die hier in Österreich Schutz suchen.

Dafür wird sich die Plattform Solidarität nicht nur am Weltflüchtlingstag, sondern auch in Zukunft stark machen.

Flyer front
Flyer front Umbrella Talks

Weltflüchtlingstag 2018

„Millionen von Menschen sind gezwungen, ihre Heimat zu verlassen. Einmal im Jahr, am 20. Juni, würdigen wir ganz besonders die Stärke, den Mut und die Widerstandsfähigkeit, die Flüchtlinge, Binnenvertriebene und Staatenlose täglich aufbringen.“ (Vereinte Nationen – UNHCR)

Um diese Menschen zu schützen, haben Österreich und alle anderen Staaten der Europäischen Union 1948 zuerst die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte unterzeichnet, in der es heißt:
Artikel 14: (1) JedeR hat das Recht, in anderen Ländern vor Verfolgung Asyl zu suchen und zu genießen.

und 1951 die Genfer Flüchtlingskonvention, in der es weiter heißt:
Artikel 33: (1) Kein vertragschließender Staat darf einen Flüchtling in irgendeiner Form in ein Gebiet ausweisen oder zurückweisen, wo sein/ihr Leben oder seine/ihre Freiheit aus Gründen der “Rasse”, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder politischen Ansichten bedroht wäre.

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Umbrella March Linz 2017

Umbrella March Linz – 20.6.2017
17:00 Martin Luther Platz
18:00 Reden und Konzerte am AEC Maindeck


Bring (kaputte) Regenschirme mit – Kaputte Schirme sollen dieses Jahr den schwindenden Schutz für geflüchtete Menschen symbolisieren.